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  • Warum Contextual Targeting und First Hand Data immer wichtiger werden

Nach dem iOS Update: Warum Contextual Targeting und First Hand Data immer wichtiger werden

2021-06-15T09:25:08+02:0025.05.2021|

Es ist der nächste Nackenschlag für Werbetreibende. Bereits die Ankündigung von Google, das Cookie-Tracking abzuschaffen, sorgte für einen großen Aufschrei in der Werbe-Branche. Dass Apple-Nutzer seit Ende April nun durch das neue iOS-Update 14.5 einem entsprechenden Werbetracking zustimmen müssen, führt zu weiteren Problemen.

Nur vier Prozent aller Nutzer erlauben iOS Werbetracking

Erste Zahlen haben nun bestätigt, was bereits erwartet wurde. Kaum ein Nutzer erlaubt ein entsprechendes Werbetracking. Nach Berichten des Branchen-Magazins t3n stimmen in den USA nur circa vier Prozent aller täglichen iPhone Nutzer einem entsprechenden Tracking zu. Erste Zahlen für Deutschland hat das News-Magazin ADZINE nun kommuniziert und beruft sich dabei auf eine Analyse des Marketing-Analytics-Unternehmens Singular. Zwar steigt die Akzeptanz für das Werbetracking leicht, doch die Zustimmung der deutschen Nutzer ist mit 14 bis 17 Prozent weiterhin niedrig. Somit ist Werbe-Targeting auf iOS-Geräten aktuell schlichtweg nicht mehr möglich. Nutzer sehen zwar weiter Werbung, allerdings kann diese anhand von entsprechenden Daten nicht mehr personalisiert werden.

Die Erfahrung, welch hohe Relevanz personalisierte Werbung besitzt, hat wohl ein jeder Marketeer bereits gemacht. Ein einfaches Beispiel hierfür ist die klassische Facebook- oder Google Ad. Je detaillierter die eigene Zielgruppe im Voraus definiert wurde, desto besser performt die Kampagne.

Platzierungen im richtigen Medienumfeld sind das A und O

Allerdings gibt es neben den klassischen Ads über Facebook oder Google, weitere Möglichkeiten im Online-Marketing eine spitze Zielgruppe zu erreichen. Zum Beispiel durch gezielte Anzeigen im richtigen Online-Medien-Umfeld. Anhand eines Beispiels lässt sich verdeutlichen, wie bei der Medienauswahl vorgegangen werden sollte. Angenommen ein Unternehmen bringt einen neuen Fußballschuh auf den Markt, dann sieht die Zielgruppe vereinfacht wie folgt aus: Fußballer/innen im Alter zwischen 16 und 35 Jahren. Um mit einer Werbeanzeige eine möglichst große Anzahl an aktive Fußballer/innen anzusprechen, eignet sich Werbung auf einem Online-Medium, welches über den Amateurfußball berichtet. So werden auch die Streuverluste gering gehalten.

Contextual Targeting für hochwertige, markensichere Platzierungen

Mittels Contextual Targeting lässt sich die eben angesprochene Werbemöglichkeit noch verfeinern. Wir bleiben bei dem Beispiel mit dem Fußballschuh. Ein perfekter Werbe-Fit für dieses Produkt kann dann ein Interview-Beitrag auf einem Online-Medium darstellen, in dem ein Spieler über seinen Lieblingsfußballschuh erzählt.

Diese Vorgehensweise lässt sich noch spezifizieren. Angenommen der Schuh erscheint in zwei verschiedenen Farben und Marktforschungsergebnisse haben gezeigt, dass Farbe A eher von Frauen und Farbe B von Männern gekauft wird. So lässt sich auch diese weitere Unterteilung der Zielgruppe mittels Werbeausspielung durch Contextual Targeting lösen. Ein perfekter Fit wäre hier beispielsweise der Ergebnisdienst Fussball.de. Dort lässt sich festlegen, dass Schuh A nur auf Unterseiten angezeigt wird, die den Frauenfußball betreffen. Und analog dazu wird eine Werbeanzeige für Schuh B nur aufseiten rund um den Herrenfußball veröffentlicht.

Weitere Targeting-Möglichkeiten dank First Hand Data

Eine weitaus bessere Möglichkeit weiterhin zielgruppenspezifisch zu targeten, bieten eigene Login Daten. Ein gutes Beispiel ist an dieser Stelle SpielerPlus, Deutschlands größte Teamorganisations-App. Im Laufe des Registrierungsprozesses macht der Nutzer Angaben zu seiner Sportart, dem Mannschaftstyp (Herren, Frauen, Jugend) und der Rolle im Team (Trainer, Spieler, Betreuer). Auch hier kann wieder das Beispiel des Fußballschuhs herangezogen werden. Werbung für den Schuh werden also allen Nutzern angezeigt, deren Sportart Fußball ist und deren Rolle Spieler ist. Auch dieses Beispiel lässt sich mit den Farben A und B erweitern und einer entsprechenden Einschränkung der Target-Gruppe nach Mannschaftstyp.

First Hand Data werden also sowohl für Plattformbetreiber, als auch für Werbetreibende wichtiger denn je. Und auch wenn das iOS Update zu Problemen führt, gibt es viele Optionen am Markt, mit denen Werbetreibende weiter die eigene Zielgruppe erreichen können.